Datum

26. September 2021

Uhrzeit

Ganztägig

150 Jahre Moll & Moll

Ausstellung in der Laufer Kaiserburg

Stadtgeschichte und -geschehen findet nicht nur „gestern“ statt. Lebendige Stadtkultur lebt und lernt aus der Vergangenheit für die Zukunft und passiert jetzt. Die Familie Moll und ihr künstlerisches Schaffen, eingebunden in den Heimatkosmos Lauf, belegen diese Tatsache in ganz besonderer Weise.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Lang präsentiert das Stadtarchiv Lauf gemeinsam mit dem Kulturverein Winterstein und dem Kunst- und Kurhaus Katana e.V. voraussichtlich vom 14. Juni bis zum 3. Oktober 2021 in der Laufer Kaiserburg die Ausstellung „150 Jahre Moll und Moll“, in der eine Auswahl der Werke von Karl Moll und seinem Sohn Philipp zu sehen ist.

Werkschau zum runden Geburtstag

Im Jahr 2020 wäre Karl Moll († 2005) 100 Jahre und sein Sohn Philipp Moll († 2016) 50 Jahre alt geworden.

Zeit seines Lebens war der gebürtige Laufer Karl Moll der Natur und der Kunst innig verbunden. Der gelernte Schriftsetzer, der zu den Gründungsmitgliedern des Laufer Künstlerkreises gehörte und seine Malutensilien stets bei sich trug, hat sich in erster Linie der Landschaftsmalerei gewidmet. Seine liebsten Motive waren Lauf und Umgebung, der Pegnitzgrund und das Meer. Seine Inspiration gewann der gesellschaftlich und religiös sehr engagierte Künstler, der auch einige Mundartgedichte verfasste, aus seiner Liebe zur Schöpfung.

Philipp Moll, sein jüngstes Kind, hat nach einer Schreinerlehre, einem begonnenen Theologie- und abgeschlossenem Kunststudium ebenfalls als „Universalist“ in verschiedenen Medien gearbeitet. Er hat gezeichnet, gedruckt, Skulpturen geschaffen und Installationen gebaut. In seinen letzten Lebensjahren wandte er sich mehr und mehr der Sprache zu, schrieb Zeitungskolumnen, brillierte regelmäßig mit selbstverfassten Texten im Kabarett und textete Lieder für seine Band „Fast zu Fürth“. Deren Sänger ist Matthias Egersdörfer, mit dem er seit der 5. Klasse eng befreundet war.

Gemeinsam mit anderen Freunden gründeten beide 1992 den Kulturverein Winterstein. Seit 2006 war Philipp Moll außerdem Teil des Künstlerduos „Die Weltanschauungsbeauftragten“ (mit Martin Fürbringer). Ab 2011 veranstaltete er die Kabarettshow „Molls bunter Trichter“, 2012 hatte sein Soloprogramm „Alles von der toten Sau“ Premiere. Seit 2013 erschien in der Nürnberger Zeitung seine Kolumne „Molls Material“, im selben Jahr wurde sein Buch „Blumen und Wurst“, eine Geschichtensammlung aus dem Fränkischen, veröffentlicht. 2016 ist Philipp Moll nach langer Krankheit verstorben.

Vielfalt des kreativen Ausdrucks

„150 Jahre Moll und Moll“ zeigt die Vielfalt des kreativen Ausdrucks in den Werken von Vater und Sohn und betont die Gemeinsamkeiten in ihrem Schaffen: die Liebe zur Heimat und vor allem auch zum fränkischen Dialekt, die Familie und die Familiengeschichte, aus der sie ihre Kunst schöpften.

So werden die Exponate, die aus dem Nachlass von Vater und Sohn zusammengetragen und aus verschiedenen Sammlungen geliehen wurden, nicht nach den Urhebern getrennt präsentiert, sondern orientieren sich an inhaltlichen, ästhetischen und formalen Aspekten, um den Besucher*innen zu ermöglichen, anhand der Hängung und Kombination der Werke die Schnittmengen und Unterschiede der beiden Oeuvres zu erfahren.

Neben den Bildern, Skulpturen und Objekten im Saal wird es einen Touchscreen mit vielen Texten, Lesungsausschnitten, Bühnenauftritten, Interviews, Erläuterungen, etc. zum Werk der Künstler geben.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Laufer Kaiserburg (Mittwoch bis Freitag: 13.00 Uhr – 16.00 Uhr, Samstag / Sonntag: 11.00 Uhr – 16.00 Uhr) zum Preis von drei Euro pro Person besichtigt werden (für Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt frei).

Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Lauf a.d.Pegnitz.

Bitte beachten: Coronabedingt kann sich die Öffnungssituation verändern! Bitte informieren Sie sich deshalb vor einem Besuch der Burg unter www.lauferlichtblicke.de über den aktuellen Stand.

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