Datum

15. Juli 2021
Vorbei!

Uhrzeit

19:30 - 21:00

Verena Keßler: Die Gespenster von Demmin

Gefeierter Debütroman über die Haltlosigkeit des Erwachsenwerdens, traurig und witzig, abgründig tief und leicht zugleich.

(c) Michael Bader

„Wie ist das für die Leute, die da heute leben?“, fragte sich Verena Keßler, als sie von dem Massenselbstmord erfuhr, der sich zum Kriegsende 1945 in der ostdeutschen Kleinstadt Demmin zugetragen hat. Wie sehr bestimmt die Geschichte unsere Gegenwart, wie wächst man auf in einer Stadt, in der das Grauen in der Erinnerung an damals zu groß scheint für das Hier und Jetzt?

In ihrem vom Feuilleton gefeierten und mit dem aspekte-Literaturpreis nominierten Debüt Die Gespenster von Demmin nähert sich Verena Keßler dieser Frage aus zwei Perspektiven: der einer Zeitzeugin, die in hohem Alter eine folgenschwere Entscheidung trifft, und der einer Nachgeborenen, die in einer von den unausgesprochenen Erinnerungen anderer geprägten Atmosphäre ihren eigenen Weg durchs Leben sucht. Für die jugendliche Larry ist ihre Heimatstadt vor allem eins: langweilig. Sie will so schnell wie möglich raus in die Welt, Kriegsreporterin werden, das echte Leben spüren – und ihren Alltag hinter sich lassen, über dem der Schatten einer familiären Tragödie liegt.

Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Verena Keßler von der Haltlosigkeit des Erwachsenwerdens, von Freundschaft und der ersten Liebe, traurig und witzig, abgründig tief und leicht zugleich. Ein Roman über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und die Möglichkeit, sie zu überwinden.

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