Lange Laufer Kulturwoche vom 24. September bis zum 3. Oktober

Der offizielle Startschuss für die Lange Laufer Kulturwoche fällt am Abend des 24. September. Nach Sonnenuntergang entzündet Bürgermeister Thomas Lang die Lichter vor der Laufer Kaiserburg und setzt damit auch gleichzeitig Fassaden, Plätze und Straßen an anderen Orten in der Innenstadt im wahrsten Sinne des Wortes in ein neues Licht.

In der Spitalruine, an der Reichel’schen Schleif, am Parkplatz Pegnitzwiese oder beim Gang durch die prächtig erleuchteten Stadttore – überall bietet sich durch das Spiel von Licht und Schatten ein ganz besonderes nächtliches Stadtbild. Und auch die Wasserbrücke, die Lukasgasse, der Anna-Dietz-Steg, das Forsthaus am Steg und die Salvatorkirche werden während der Langen Laufer Kulturwoche illuminiert.
Lichtführungen, die vom 24. September bis 3. Oktober stattfinden und bei den Laufer Stadtführern (www.stadtfuehrer-lauf.de) gebucht werden können, geben zusätzliche Einblicke. Hier erfahren Sie nicht nur Wissenswertes rund um die Laufer Stadtgeschichte, sondern auch, welche Ideen hinter den Lichtkunstwerken stecken und wie die Künstler Licht und Schatten einsetzen, um ihren Konzepten wirkungsvoll Leben einzuhauchen. 

So wie hier in Kronach werden vom 24.9. bis zum 3.10. auch in Lauf Lichtinstalltionen an Fassaden, auf Plätzen und in Straßen für ein ganz besonderes nächtliches Stadtbild sorgen (Foto: Michael Hüttner)
So wie hier in Kronach werden vom 24.9. bis zum 3.10. auch in Lauf Lichtinstalltionen an Fassaden, auf Plätzen und in Straßen für ein ganz besonderes nächtliches Stadtbild sorgen (Foto: Michael Hüttner)

Besuch aus Tirschenreuth

Für den 25. September haben unsere Freunde aus Tirschenreuth ihren Besuch in der Pegnitzstadt angekündigt. Aufgenommen wurde der Dialog zwischen Lauf und der Stadt in der Oberpfalz bereits 1980 in der BR-Sendung „Alle Neune“. Aus dieser Zufallsbekanntschaft entstand mit der Zeit eine intensive Städtefreundschaft, die vor zehn Jahren mit der Unterzeichnung einer Städtepartnerschaftsurkunde besiegelt wurde.

Im Gepäck haben die Tirschenreuther einen Karpfen – nicht blau oder gebacken, sondern als bunt bemalte Skulptur. Der Fisch ist ein Geschenk an die Lauferinnen und Laufer und wird seinen Platz am Steg bei der Reichel`schen Schleifmühle finden.
Eine weitere Station für die Gäste aus der Partnerstadt wird der Plärrer (Postplatz) sein. Der Brunnen vor der Post, der von dem Künstler Harro Frey gestaltet wurde, zeigt mit dem Gänskrong, Heindls Bärbl, Xaverler, Bimbus und dem Bimberla fünf Laufer Originale, deren Geschichte die Altstadtfreunde Lauf erzählen werden.

Kunst und Markt in der Innenstadt

Bereits am frühen Nachmittag beginnt die Aktion „Kunst am Markt“. Nach der Begrüßung am Unteren Marktplatz durch Bürgermeister Thomas Lang und Mitglieder des Stadtrats sind die Tirschenreuther zum Live-Basteln mit dem Art Club Lauf eingeladen.
Aus mehreren kreativ gestalteten großen Buchstaben entsteht schließlich das Lösungswort für das lichtblicke-Jubiläumsquiz.
Kunst im etwas kleineren Format gibt es ab 16.00 Uhr. Auf einer Aktionsfläche präsentieren und verkaufen die Mitglieder des Laufer Künstlerkreises einige ihrer schönsten Werke. Übrigens: In Kürze gibt es in Lauf auch „Kunst to Go“, denn am 2. Oktober wird in der Spitalstraße der neue Kunstautomat des Laufer Künstlerkreises eingeweiht.

Flankiert wird die Lange Laufer Kulturwoche von einer ganz besonderen Aktion: Im Rahmen des Jubiläumsquiz und des Familienquiz zur Ausstellung „Ans Licht“ werden unter anderem Gutscheine verlost, die bis Ende Oktober an den Wochenmarktständen eingelöst werden können. Dank der Unterstützung von Laufer Bürgerinnen und Bürgern werden weitere Gutscheine auch an die Besucher der Laufer Tafel verteilt.
Mit der Ziehung der Gewinner des Jubiläumsquiz ist an diesem Abend noch lange nicht Schluss, denn bei der Langen Laufer Einkaufsnacht darf bis 22.00 Uhr in der Innenstadt geshoppt werden.

Markttreiben auf dem Museumsgelände

Auch im Laufer Industriemuseum ist Marktzeit. Nachdem die beliebte Veranstaltung „Markt & Museum“ aufgrund der Pandemie schon zwei Mal abgesagt werden musste, werden am Samstag, 25. September, von 11.00 – 20.00 Uhr endlich wieder Marktstände auf dem Museumsgelände aufgebaut. An den verschiedenen Ständen können allerhand regionale Leckereien und handwerklich hergestellte nachhaltige Utensilien gekauft werden. Als besonderes Highlight sind wieder die knuffigen Reckenberg-Lamas aus Pommelsbrunn mit von der Partie! Der Besuch des Markts ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Historische Blechbahnen und Blechspielzeug

Auch die „Blechbahner“ mit ihren Blechbahnen sind nach zwei Jahren endlich wieder zu Gast im Industriemuseum. Am 25. und 26. September lebt jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr wieder die goldene Zeit auf, als die Region Nürnberg zur Speerspitze der weltweiten Blechspielzeugindustrie gehörte.

Auf mehreren Anlagen fahren originale Züge aus den 1910er bis 1950er Jahren im zeitgemäßen Ambiente aus blechernen Bahnhöfen, Lokschuppen und Häusern. Die Lokomotiven werden durch Uhrwerke, Elektromotoren oder sogar mit Dampf angetrieben. Unter anderem werden Bahnen der Firmen Beckh, Bub, Carette, Doll, Dressler, Keim, Kraus, Schuhmann oder Wimmer präsentiert. Nicht nur Sammler und Enthusiasten werden ihre Freude haben, auch Kinder bekommen große Augen.

Die Verpackung macht’s – Vortrag von Dieter Beckh

Unter dem Titel „Deckelbilder erzählen Geschichte“ hält Dieter Beckh am Sonntag, den 26. September um 16.00 Uhr in der Riedner Mühle des Industriemuseums einen Vortrag über Blechbahnen, ihre Verpackungen und deren Bedeutung. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, die Veranstaltung ist im Eintrittspreis enthalten.

Für den Besuch des Marktes und der Blechbahnen ist ein sog. 3G-Nachweis nötig. Bei Fragen zur Veranstaltung erreichen das Museumsteam mittwochs bis sonntags, jeweils von 11.00 – 17.00 Uhr unter Tel.: 09123 / 184 4072.

„150 Jahre Moll und Moll“ – Werkschau und Lesung

Noch bis zum 3. Oktober ist die Ausstellung „150 Jahre Moll und Moll“ in der Kaiserburg zu sehen. Die Werkschau, die von dem Stadtarchiv Lauf gemeinsam mit dem Kulturverein Winterstein und dem Kunst- und Kurhaus Katana e.V. präsentiert wird, zeigt Arbeiten aus dem Nachlass von Karl Moll (1920 – 2005) und seinem Sohn Philipp (1970 – 2016). Sie kann zu den Öffnungszeiten der Laufer Kaiserburg (Mittwoch bis Freitag: 13.00 Uhr – 16.00 Uhr, Samstag / Sonntag: 11.00 Uhr – 16.00 Uhr) zum Preis von drei Euro pro Person besichtigt werden (für Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt frei).

Zur Finissage lesen Matthias Egersdörfer, Martin Fürbringer, Vreni Moll, Waltraud Moll, Claudia Schulz und andere Freunde der Familie Texte von Vater und Sohn.  

Weitere Informationen und das ausführliche Programm der Langen Laufer Kulturwoche finden Sie unter: www.lauferlichtblicke.de.

Aufgrund der unbeständigen Lage kann es kurzfristig zu Änderungen kommen. Bitte beachten Sie auch die Homepages der jeweiligen Veranstalter.

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